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Hautpflege im Frühling oder warum ich meine Cremes der Jahreszeit anpassen sollte.

    März 2026:

    Im Winter würde kaum jemand nur mit Sandalen, Shorts und einem ärmellosen Top am Glühweinstand stehen … genauso wenig, wie wohl kaum jemand mit einer dicken Daunenjacke auf dem Stand-Up-Paddleboard einen See überqueren würde. Klingt lustig. Doch genau so verhalten sich die meisten Menschen in Bezug auf ihre Hautpflege: Egal welche Jahreszeit herrscht, es wird immer dieselbe Gesichts- und Körperpflege verwendet. Aber: Wenn die Tage länger und wärmer werden, verändert sich nicht nur die Natur, auch unsere Haut muss sich an die Gegebenheiten anpassen.

    Nach den Wintermonaten bzw. der Heizperiode ist die Haut oft trocken, empfindlich und weniger widerstandsfähig. Der Frühling ist daher der ideale Zeitpunkt, um die Pflege gezielt umzustellen bzw. anzupassen und die Haut auf die warme Jahrezeit einzustellen. Und – wichtig! – bereits jetzt gilt: Denken Sie an den Sonnenschutz!

    Klingt kompliziert? Immerhin gibt es auch noch den eigenen Hauttyp zu beachten. Zudem hängt die Wahl des richtigen Produkts vom Alter ab: Junge Haut stellt andere Anforderungen als reifere Haut und dann sollen jetzt auch noch die Jahreszeiten berücksichtigt werden? Keine Sorge: Es gilt lediglich, ein paar Aspekte zu beachten. Meist genügt es, nur ein oder zwei Produkte auszutauschen oder zu ergänzen. Ihre Haut wird es Ihnen danken.

    Warum sich die Hautpflege im Frühling ändern sollte:

    Jede Haut ist anders. Während die eine bei jeder Veränderung wie eine Mimose reagiert und mit Rötungen oder Unreinheiten antwortet, scheint die andere anspruchslos und anpassungsfähig zu sein. Doch generell gilt: Im Winter produziert die Haut weniger Talg, die Barrierefunktion ist häufig geschwächt und Feuchtigkeit geht schneller verloren. Die trockene Heizungsluft tut ihr Übriges. Mit steigenden Temperaturen und intensiverer UV-Strahlung ändern sich daher logischerweise die Anforderungen:

    • erhöhte Talgproduktion,
    • bessere Durchblutung, 
    • mehr Schweißbildung (der Körper stellt auf Kühlung um) 
    • und steigende UV-Belastung.

    Doch wie erkenne ich, ob die im Winter verwendete Pflege nicht mehr passt? Eine zu reichhaltige Winterpflege kann jetzt schnell zu Unreinheiten führen oder man hat das Gefühl, die Pflege zieht nicht mehr richtig ein und bleibt wie ein Film auf der Haut. Spannungsgefühle, Rötungen oder Unreinheiten sind Signale, dass die Haut aus dem Gleichgewicht ist und Unterstützung braucht.

    Aus diesem Grund ist ein Wechsel zu leichteren Formulierungen empfehlenswert:

    • Statt fettreicher Cremes leichte Feuchtigkeitscremes oder Fluids verwenden,
    • Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure oder Glycerin unterstützen die Hydration und 
    • nicht-komedogene Produkte beugen verstopften Poren vor (dies gilt das ganze Jahr über).

    Wichtig: Die Haut nicht „überpflegen“ – weniger ist (nicht nur) im Frühling oft mehr.

    Dabei sollte aber auf Eines nicht vergessen werden: 

    Sonnenschutz

    Ein häufiger Fehler: Sonnenschutz wird erst im Hochsommer im Schwimmbad oder gar im Urlaub ernst genommen. Dabei steigt die UV-Strahlung bereits im Frühling deutlich an. Was dabei häufig unterschätzt wird: Auch an bewölkten Tagen kann der Kaffee im Gastgarten bereits einen ungeliebten Sonnenbrand zur Folge haben. Dies ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch ungesund: UV-Strahlung beschleunigt die Hautalterung (Photoaging), sie erhöht das Risiko für Hautschäden und langfristig für Hautkrebs und empfindliche. „Wintergestresste“ Haut reagiert besonders sensibel.

    Empfehlung aus der Apotheke: Nutzen Sie täglich einen Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 (im Sommer LSF 50) für das Gesicht.

    In den letzten Jahren wurden vermehrt Gesichtscremes mit Lichtschutzfaktor entwickelt, die Sonnenschutz und Hautpflege immer besser miteinander verbinden und sich angenehm anfühlen. Achten Sie auf leichte Texturen (Fluids, Gel-Cremes) für ein angenehmeres Gefühl. Bei längeren Aufenthalten im Freien: Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen.

    Extra-Tipp:
    Lippen und Augen nicht vergessen. Diese Bereiche sind besonders empfindlich: Verwenden Sie Lippenpflege mit UV-Schutz. Unsere Lippen sind der Sonne besonders stark ausgesetzt und bleiben meistens ungeschützt. Unterstützen Sie die Augenpartie mit leichter Pflege und ggf. UV-Schutz; eine Sonnenbrille leistet hier gute Dienste.

    Zusätzliche Frühlings-Impulse: Pollen, Peeling und Körper.

    Der Frühling bringt nicht nur Wärme, sondern auch eine hohe Pollenbelastung. Diese setzen sich auf der Haut ab und können in Kombination mit einer geschwächten Winter-Hautbarriere (nicht nur bei zu Allergien neigenden Perosnen) zu zusätzlichen Irritationen führen. Wichtig ist daher eine gründliche, aber sanfte Abendreinigung, um die Allergene und Umweltbelastungen des Tages restlos zu entfernen, bevor Sie die Nachtpflege auftragen.

    Nach dem Winter wirkt die Haut oft etwas fahl durch abgestorbene Hautschüppchen. Ein sanftes Peeling (1–2 mal pro Woche) entfernt diese Barrieren, regt die Durchblutung an und hilft neuen Pflegeprodukten, besser einzuziehen. 

    Denken Sie auch an Ihren Körper. Trockene Stellen an Schienbeinen oder Ellenbogen brauchen im Frühling oft noch Feuchtigkeit, aber keine schweren Winterbodylotionen mehr. Leichte Lotionen mit Urea oder Aloe Vera ziehen schnell ein und machen die Haut fit für die Tage im Sommeroutfit.

    Fazit: Weniger ist oft mehr. Der Jahreszeitenwechsel ist für die Haut eine sensible Phase. Mit einer angepassten Pflege lässt sich die Haut optimal unterstützen und langfristig gesund erhalten.

    Natürlich muss nicht im Halbjahres-Rhythmus die gesamte Pflege umgestellt werden; oft reichen ein paar gezielte Anpassungen, um die Haut optimal zu unterstützen. Wir führen in der Stadt-Apotheke ein ausgewähltes Sortiment hochwertiger Hautpflege – auch für das kleine Budget. Selbstverständlich bieten wir Ihnen auf Wunsch eine individuelle Beratung zu Haut und Pflege, denn schließlich sollen Sie sich in Ihrer Haut wohl fühlen.

    Für alle, bei denen es ganz schnell gehen muss, hier kurz die Minimalvariante zusammengefasst: Im Winter eine reichhaltigere Nachtcreme, im Sommer eine leichte Tagescreme oder ein Fluid plus erhöhte Aufmerksamkeit beim Sonnenschutz und bei der Reinigung.