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Tee – ein wunderbares Getränk

    Dezember 2025

    Es muss nicht immer Kaffee sein, oder wie in den letzten Wochen auf malerischen Christkindlmärkten Glühwein und Punsch. Es gibt nichts Einfacheres und gleichzeitig Wertvolleres als Tee – und das Beste daran: Man kann ihn kalt oder warm genießen, und es gibt sicher für jeden Geschmack einen Tee.
    Doch was ist Tee?

    Streng genommen bezeichnet „Tee“ nur jenes Aufgussgetränk, welches aus den Blättern, Blattknospen oder vereinzelt aus den Stängeln der Teepflanze/des Teestrauchs zubereitet wird. Echter Tee beinhaltet immer auch Koffein. Übrigens ist in ISO-Normen genau geregelt, was als Tee bezeichnet werden darf. In unserem alltäglichen Sprachgebrauch ist uns das jedoch ziemlich egal, und der Begriff „Tee“ wird für jedes mit heißem Wasser aufgegossene Getränk verwendet.

    hochgehobene Teetasse mit Sukkulente und Teekanne im Hintergrund

    Tee ist Kultur

    Über Tee könnte endlos philosophiert werden, ist er doch tatsächlich in vielen Teilen der Welt ein traditionelles Getränk. Vor allem China, Japan, die Türkei, aber auch Großbritannien sind wohl die bekanntesten Länder, wenn von Teekultur die Rede ist. Tee ist mehr als nur Trinken. Tee ist Tradition, Geselligkeit und Gastfreundschaft. Tee im weiteren Sinne ist – nach dem altbekannten Sprichwort, dass gegen jedes Wehwehchen ein Kraut gewachsen ist – gesundheitsunterstützend, er ist ein kalorienarmer Durstlöscher und immer wieder Modetrend – wie aktuell Matcha.

    Welche Teesorten gibt es?

    Wie bereits oben erwähnt, zählen nur die von der Teepflanze gewonnenen Produkte als Tee – nicht jede Sorte ist bei uns geläufig.

    • Schwarzer Tee,
    • Grüner Tee (z. B. Matcha),
    • Weißer Tee,
    • Oolong-Tee,
    • Gelber Tee (selten!),
    • Pu-Erh-Tee.

    Diese Teesorten enthalten immer Koffein und haben dadurch eine anregende Wirkung. In China wird vorwiegend grüner Tee getrunken, weltweit steht laut diverser Statistiken schwarzer Tee an erster Stelle.

    Alles andere sind heiße Aufgussgetränke oder teeähnliche Getränke – doch haben sich Begriffe wie Kräutertee oder Früchtetee bei uns längst in der Alltagssprache durchgesetzt. Hier kommen unterschiedliche Pflanzenteile zum Einsatz:

    • Blätter (Rooibos, Pfefferminze, …)
    • Knospen, Blüten (Lindenblüten, Kamille, Hibiskus, …)
    • Samen (Fenchel, Anis, …)
    • Rinden (Zimt, Lapacho, …)
    • Wurzeln (Ingwer, Baldrian, …)
    • Früchte (Sanddorn, Hagebutte, …)
    2 Tassen Tee unterschiedlicher Färbung

    Die Verwendung von Kräutern als Tee lässt sich auch nach China zurückverfolgen, wo bereits vor 5.000 Jahren Mönche diese Aufgüsse als Heilmittel verwendeten. Mit den Klostergärten im Mittelalter wurden Kräuter und deren Aufgüsse auch in Europa als Heilmittel populär (Hildegard von Bingen), verloren aber später mit dem Aufkommen der Pharmazie wieder an Bedeutung. In den letzten Jahrzehnten haben Tees wieder an Bedeutung gewonnen; neben Heiltees in der Naturmedizin verhelfen Trends wie Rooibos, Mate oder aktuell Matcha dem Getränk zu immer mehr Popularität, und die Auswahl an „Tees“ ist heute fast unüberschaubar.

    Häufig werden mehrere „Tees“ gemischt oder auch aromatisiert. So gibt es durchaus Kräuter- oder Früchteteemischungen, denen Schwarztee hinzugefügt wird – aufgrund des Koffeins sollte man hier, wenn man empfindlich ist, darauf achten und solche Tees nicht gegen Abend trinken. Für welche Mischungen man sich entscheidet, ist reine Geschmackssache.

    Tasse Tee mit Serviette mit Aufschrift Schön, dass du da bist

    Zubereitung von Tee

    Die Zubereitung von Tee ist prinzipiell sehr einfach. Man benötigt nur den Tee (echter Tee, Kräutertee, Früchtetee, …) und heißes Wasser, das man darüber gießt. Je nach Sorte und Geschmacksvorlieben lässt man diesen nun kürzer oder länger ziehen – dann ist er schon trinkfertig. Wer möchte, kann etwas Zitrone oder Orange dazugeben. Natürlich kann man Tee auch süßen, mit Honig, Zucker oder anderen Süßungsmitteln – bei diesem Thema sind wir Spaßverderber und weisen apothekergerecht darauf hin, dass es damit zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann: Karies, Adipositas, Diabetes, …

    Besonders bequem ist die Verwendung von Teebeuteln (gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts). Die Meinungen darüber – vor allem in Bezug auf Plastik – gehen auseinander; man kann aber davon ausgehen, dass alle Beutel für Lebensmittel zugelassen sind. Wahre Teeenthusiasten bevorzugen meist offene Tees, die sie selbst portionieren und eventuell auch selbst mischen können. Ob dazu der Tee lose ins Wasser gegeben wird, ein Filter, Teesieb oder Teeei verwendet wird, ist rein eine Frage persönlicher Vorliebe – auch wenn stundenlang darüber debattiert werden kann. Wie bei vielen Dingen gilt auch hier: Ist der Tee sehr billig, ist vermutlich auch die Qualität minderwertiger, denn ein hoher Standard bei Anbau, Ernte und Lagerung, Qualitätskontrollen und gute Verpackung verursachen Kosten.

    Teebeutel in der Packung

    Wie lange Tee ziehen soll, kann nicht pauschal gesagt werden. Es hängt von der Sorte und der gewünschten Wirkung ab. Auf den meisten Teepackungen gibt es Empfehlungen.

    Setzt man sich intensiver mit der Zubereitung von Tee auseinander, wird man komplexere Zubereitungen, vor allem rund um echten Tee, finden. Legendär sind die Teehäuser in Japan, in denen die Teezeremonie mehrere Stunden dauern kann. Bekannt für ihre Teekultur sind auch die Türkei oder Marokko – um nur Beispiele zu nennen. Aber auch der traditionelle Nachmittagstee in England folgt einer Tradition – Tee ist hier Teil der Kultur und wird entsprechend gepflegt.

    Wer es nicht ohnehin schon zelebriert, sollte Tee, egal ob echtem Tee oder aus Kräutern, eine Chance geben. Allein, um zur Ruhe zu kommen, oder in Gesellschaft, um gemeinsam zu plaudern, zu lachen und die Gemeinsamkeit zu pflegen. Tee ist mehr als nur ein Durstlöscher. Tee ist Tradition, ein Symbol für Gastfreundschaft, er verbindet Menschen, fördert Achtsamkeit und Gespräche, kann anregen oder entspannen.

    Wussten Sie, dass Tee in „heißen“ Ländern wie der Türkei, Marokko und Ländern des Orients warm genossen wird? Einerseits ist abgekochtes Wasser natürlich sicherer, aber warmer Tee belastet auch den Kreislauf weniger als ein eiskaltes Getränk. Er sorgt für Flüssigkeitszufuhr, regt die Schweißproduktion an und hilft so, durch die Verdunstungskälte den Körper zu kühlen. Bis es bei uns wieder so richtig warm wird, dauert es noch, aber wer dann doch kalte Getränke bevorzugt, kann natürlich seinen Tee auch kühl – muss ja nicht eiskalt sein – genießen.

    Eine Tasse Tee mit Ingwerwurzel daneben