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Krank zur Arbeit? Zwischen Pflichtgefühl und Verantwortung.

    Gut gemeint ist nicht immer gut.

    Husten, Schnupfen, Heiserkeit … schnell eine Tablette gegen das Fieber und die Kopfschmerzen … und dann geht’s zur Arbeit? Viele Menschen kennen das: Man fühlt sich nicht ganz fit, aber der Terminkalender ist voll, Kolleginnen und Kollegen verlassen sich auf einen, man möchte kein „Weichei“ sein und überhaupt ist man in der Firma unersetzbar oder man hat Angst vor Kündigung. Doch wer krank zur Arbeit geht, tut weder sich selbst noch dem Team oder gar seinen Kund*innen einen Gefallen. Gerade in kleinen Teams überwiegt oft das Pflichtgefühl – werden dann aber in einem solchen kleinen Team mehr Personen krank und fallen aus, ist das oft das größere Problem als der eigene Krankenstand.

    Teddy sitzt neben einer Box Taschentücher und schneutzt sich

    Die eigene Gesundheit hat Priorität

    Unser Körper braucht bei Krankheit vor allem eines: Ruhe. Wer sich keine ausreichende Erholung gönnt, riskiert, dass sich eine einfache Erkältung verschlimmert oder sich die Genesung unnötig in die Länge zieht. Wer Fieber mit einer Tablette „wegdrückt“ um „arbeitsfähig“ zu sein, ignoriert nicht nur seinen Körper sondern arbeitet auch meistens fehleranfälliger. Erfordert die Arbeit zudem anstrengenden körperlichen Einsatz riskiert man – auch wenn es seltene Fälle sind – sogar Herzschäden. Das gilt natürlich auch bei Sport, wenn man krank trainiert. Langfristig kann das Immunsystem geschwächt werden – und dann dauert es meist nicht lange, bis die nächste Erkältung zuschlägt.

    Teddy sitzt vor dem Computer, hat einen Schal um den Hals gewickelt und eine Tasse Tee vor sich am Tisch stehen

    Rücksicht auf Kolleg*innen und Kund*innen

    Besonders in Büros, Geschäften oder Praxen verbreiten sich Krankheitserreger rasch – über gemeinsam genutzte Gegenstände, Türklinken aber auch einfach beim Sprechen. Es ist nicht zu unterschätzen, wie stark unsere Hände bei der Übertragung von Infekten mitspielen, nicht nur indem wir z.Bsp. beim Husten die Hand vor den Mund halten (besser in die Ellbogenbeuge) bzw. bei Schnupfen mit Taschentüchern hantieren. Danach verteilen wir über das Berühren unterschiedlichster Gegenstände wie Türschnallen, Einkaufswagen uvm. die Krankheitserreger. Zudem greifen wir uns laut Studien bis zu 800 Mal am Tag meistens unbewußt ins Gesicht und verteilen damit sehr effektiv Erkältungsviren bei uns selbst und wenn wir selbst krank sind, auf allen Dingen die wir berühren. Wer krank zur Arbeit geht riskiert somit, dass jene Personen, mit denen Kontakt besteht, angesteckt werden. Was bei mir selbst nur ein Schnupfen ist, kann die oder den anderen richtig krank machen.

    Gerade in Zeiten erhöhter Infektionsgefahr – etwa während der Grippe- oder Erkältungssaison – ist es verantwortungsvoller, zu Hause zu bleiben, um andere nicht anzustecken und selbst rascher gesund zu werden.

    Niemand ist unersetzlich – und das ist auch gut so

    Viele Menschen gehen aus Pflichtbewusstsein oder Angst vor Kritik oder gar den Job zu verlieren krank zur Arbeit. Doch die Wahrheit ist: Niemand ist unersetzlich. Gute Arbeitsorganisation und Teamarbeit sollten dafür sorgen, dass Aufgaben im Krankheitsfall übernommen werden können. Arbeitgeber wissen in der Regel, dass Auskurieren besser ist als eine lange Krankheitskette, die dann wohl die größere Herausforderung für die Firma darstellen würde.

    3 unterschiedliche Fiebermesser, eine angebrochene Blisterpackung Tablettenund die Ecke einer Taschentuchbox

    Besser schnell gesund werden – mit der richtigen Unterstützung

    Wer sich krank fühlt, sollte frühzeitig schon bei ersten Symptomen wie Halskratzen oder beginnendem Schnupfen handeln. Ausreichend Schlaf, viel trinken, leichte Kost und, falls nötig, die passenden Medikamente und/oder Hausmittel. Wir beraten Sie gerne individuell bei uns in der Apotheke – damit Sie schnell wieder auf die Beine kommen und gesund an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren können.


    Fazit:
    Krank zur Arbeit zu gehen ist keine Stärke, sondern oft ein Risiko – für die eigene Gesundheit und für andere. Gönnen Sie sich die Ruhe, die Ihr Körper braucht. Das ist die beste Investition in Ihre eigene Leistungsfähigkeit und Ihr Wohlbefinden – aber auch für Ihre Kolleg*innen, Freund*innen …