Unsere 5 besten Tipps für einen guten Start in die kalte Jahrezeit

Baum im Herbstkleid, Foto: Angela ZimekDie kalte Jahreszeit rückt unaufhaltsam näher, die Tage werden kürzer, die Sonne findet immer seltener durch die Nebeldecke und die ersten Menschen plagen sich bereits mit Erkältungen wenn nicht gar mit grippalen Infekten. Gerade in den Wintermonaten ist die Infektanfälligkeit erhöht. Das hat mehrere Ursachen:

  • Wir gehen seltener hinaus.
  • Trockene Luft: Winterluft ist trockener als Sommerluft, geheizte Räume verstärken diesen Effekt meist noch.
  • Wir sind, da mehr in Räumen, häufiger in engem Kontakt mit anderen Menschen.

Auch wenn die Frage noch immer nicht restlos geklärt ist, warum einige Menschen scheinbar jedem Virenangriff trotzen und anderen hingegen immer die Nase verstopft ist, sind wir dennoch nicht hilflos der Armada an Erkältungsviren ausgeliefert. So wie wir unsere Muskeln mit gezieltem Training aufbauen, können wir auch unser Immunsystem stärken. Garantie, keinen Schnupfen oder gar eine echte Grippe zu bekommen, gibt es natürlich nicht. Es gibt aber ein paar Faktoren, die uns helfen, den Viren ein Schnippchen zu schlagen. Wir haben für Sie unsere Top-5-Tipps zusammengetragen.

Tipp 1: Gehen Sie raus!

Eggeralm-See, Foto: Angela Zimek

Tägliche (moderate) Bewegung an der frischen Luft stärkt nicht nur die Muskeln, Gelenke, Knochen, und Ausdauer, sondern auch das Immunsystem. Der Kreislauf wird angekurbelt, die Sonne, wenn sie denn den Weg durch den Nebel im Kärntner Unterland freigewärmt hat, wirkt stimmungsaufhellend und hilft, körpereigenes Vitamin D zu bilden. Wenn möglich suchen Sie für Ihre Spaziergänge Wege abseits stark befahrener Straßen und Städte auf. Das kann ein Park sein, ein Feldweg oder Wald. Vor allem dem Wald wird nachgesagt, dass er gesundheitsfördernde Substanzen an die Luft abgibt und die Luft durch die Filterfähigkeit des Waldes besonders schadstoffarm ist. Wer sich Zeit lässt, Pflanzen und Tiere beobachtet oder einfach nur einmal an einem Platz verweilt und dem Wald lauscht, wird eine beruhigende Wirkung feststellen. Auch das Verweilen an einem See- oder Bachufer befreit Sie vom Alltagsstress. Sie müssen es nur zulassen! Also, nehmen Sie sich die Zeit für einen Spaziergang z.B. entlang des Völkermarkter Stausees oder im nahegelegenen Wald. Er tut Körper und Seele gut.

Tipp 2: Achten Sie auf Ihre Ernährung!

Kartoffelsuppe, Foto: carletto photography

Die Ernährung trägt ebenfalls sehr viel zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Dabei sollte der Ausgewogenheit Beachtung geschenkt werden. Einseitigkeit im Speiseplan ist nicht nur langweilig, sondern wirkt sich unmittelbar auf Ihre Gesundheit aus. Optimal ist es, drei Mal täglich warm zu essen: Zum Frühstück z.B. einen warmen Obst-Getreidebrei oder Milchreis, zu Mittag frisch zubereitete saisonale Produkte wie Fleisch mit Hülsenfrüchten, Kraut, Kartoffeln oder Reis und abends ebenfalls etwas Warmes mit viel Eiweiß. Menschen, die leicht zum Frieren neigen, werden eine Besserung spüren. Kochen nach TCM bzw. Anleihen dieser Philosophie in die eigene Küche übertragen, bewirkt oft körperliches Wohlbefinden. Nehmen Sie sich Zeit für Zubereitung und Essen, immerhin ist dies ihr Energiespender. Auf Fertigprodukte und die Zubereitung in der Mikrowelle sollte weitgehend verzichtet werden.

Tipp 3: Denken Sie an Vitamine und Mineralstoffe!

Äpfel auf Baum, Foto: Angela Zimek

Der Vitamin-und Mikronährstoffbedarf ist bei kälteren Temperaturen erhöht. Um Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, depressive Verstimmungen und erhöhte Infektanfälligkeit zu vermeiden, empfiehlt es sich, auf eine ausreichende Zufuhr dieser Stoffe zu achten. Hier können wir durch eine bewusste Ernährung mit möglichst frischen Lebensmitteln einiges erreichen. Doch nicht immer ist es so einfach und es kann durchaus Sinn machen, auf Zusatzernährungsstoffe zurückzugreifen. Wichtig dabei ist, dass diese immer nur zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung angewandt werden. Das tägliche Fastfood oder die Fertigkost zur Beruhigung des schlechten Gewissens mit Vitaminen und Mineralstoffen zu ergänzen, ist der falsche Weg und wird nicht wirklich zum gewünschten Befinden führen. Als Ergänzung bei Bedarf sind diese Mittel jedoch wertvolle Helfer. Die Zahl der angebotenen Präparate ist enorm. Bei der Auswahl des richtigen Produkts helfen wir Ihnen gerne weiter.

Tipp 4: Waschen Sie Ihre Hände!

Kinderhände und Wasser, Foto: Johannes Müller

Gehören Sie zu jenen, die ständig mit den Fingern im Gesicht sind? Damit eröffnen Sie den Viren quasi eine Autobahn direkt zu Ihren Schleimhäuten. Sie schütteln Hände, greifen auf Türschnallen, Haltegriffe im Bus, Einkaufswagen, nehmen Geld in die Hand, drücken Tasten an der Bankomatkasse und vieles mehr. Ja, und genau von hier nehmen Sie die Viren auf und führen diese direkt an Ihr Gesicht, weil es z.B. in den Augenwinkeln juckt. Bingo – die Viren freuen sich, haben sie doch soeben einen neuen Wirt gefunden und Sie freuen sich bald darauf weniger über eine rinnende Nase. Waschen Sie sich die Hände, wenn sie ins Büro oder nach Hause kommen. Seife reicht völlig, nur achten Sie auch auf die Fingerzwischenräume. Und halten Sie, sofern möglich, Abstand zu erkrankten Menschen bzw. seien Sie so fair und halten Abstand, wenn Sie selbst erkältet oder erkrankt sind. Niesen Sie z.B. niemandem ins Gesicht, das Niesen in die Armbeuge ist eine Alternative.

Tipp 5: Lassen Sie sich Impfen!

Schnupfennase, Foto: Angela Zimek

Nicht zu vergessen sind vorbeugende Schutzimpfungen. Die Idee hinter den Impfungen ist so einfach wie genial: Der Körper wird mit abgetöteten, abgeschwächten oder Teilen von Krankheitserregern in Kontakt gebracht, das Immunsystem reagiert und baut Abwehrkörper auf. Kommt es in Folge tatsächlich zu einer Infektion, kann der Körper sofort reagieren und die Krankheit bricht gar nicht erst aus. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil dabei ist, dass mit jedem nicht erkranktem Menschen die Übertragungsgefahr sinkt und somit in Summe weniger Menschen angesteckt werden oder erkranken. Im Winter bzw. rechtzeitig im Herbst sind es vor allem Grippe- und Pneumokokken-Impfungen, die jede/jeder für sich gründlich überlegen sollte. Für Menschen mit geschwächter Abwehrkraft, diversen Grunderkrankungen (Herz) oder in bestimmten Berufen (Pflegeberufe, Berufe mit engen Kontakt zu vielen Menschen, etc.) machen solche Impfungen besonders viel Sinn. Die Impfstoffe sind natürlich in der Apotheke vorrätig.

Mit etwas Sorgfalt unserem eigenen Körper gegenüber (wir haben alle nur diesen einen!) kann auch die kalte Jahreszeit gesund genossen werden. Das einzige was wir tun müssen ist, uns die dafür notwendige Zeit zu nehmen: Bewegung, Ernährung und Vorbeugung – das spielt alles ineinander. Also, freuen wir uns auf die schönen Seiten des Winters.