Niko

14 Jahre hat er uns begleitet! Am 15.10.2006 durften wir den damals 12 Wochen alten Schäfermischling Niko zu uns holen. Ein kleiner aufgeweckter Zeitgenosse. Seine Lieblingsbeschäftigung war Spielen. Spielen mit einem Ball, mit Handtüchern, Schuhen und allem, was er zwischen die Zähne bekam. Spielen mit anderen Hunden.

Das war seine größte Leidenschaft. Genau das war für mich als Hundeführer in den Kursen der Hundeschule nicht immer einfach. Eine der ersten Übungen war, den Hund nach dem freien Spiel zu mir zu rufen, ihn auf mich aufmerksam zu machen und bei mir abzulegen. Das gelingt ja grundsätzlich mit Leckerlies sehr gut – aber bei Niko war das anders – speziell. Er dachte sich offenbar. „Futter? Nicht jetzt, später, ich geh wieder spielen, wir sehen uns…“ Ich kann mich noch sehr gut an einen Satz der Hundetrainerin erinnern: „Johannes, du musst für deinen Hund interessant sein. Nutze die Kopfstimme, verstecke dich, mach Spaß!“ Wenn Sie wüssten, was ich alles gemacht habe, um für meinen Hund interessant zu sein. Das war für viele Zuseher sicherlich ein Spaß.

Diese und viele andere Anekdoten fallen mir ein, wenn ich an meinen lieben Niko denke. Seien es die Breitensporteinheiten in der Hundeschule, welche wir gemeinsam mit großer Begeisterung absolvierten – da war ich richtig interessant für meinen Hund – oder die vielen Erlebnisse beim Spazierengehen, beim Laufen, mit den Kindern.

Eine große Herausforderung für ihn war wohl auch die Geburt unserer Kinder. Diese hat er mit viel Neugier und schließlich mit großer Freude erlebt. Er war ein richtig treuer und lieber Familienhund für unsere Kinder, Eltern und Großeltern.

Niko liegt mit seinem menschlichen Spielgefährten in der Wiese

In der Nachbarschaft war er sehr beliebt, da er immer samstags um Punkt 12 Uhr mit der Sirene ein Heulkonzert veranstaltete. Im Sommer warteten die Nachbarskinder schon vor der Gartentüre, um Nikos Darbietung beizuwohnen. Manche Kunden der Stadt-Apotheke durften solche Konzerte beim Einsatzalarm der Feuerwehr live miterleben.

Im Jahr 2010 durfte ich die Stadt-Apotheke übernehmen. Unser Niko war auch hier immer mit dabei, wir brauchten doch einen Wachhund. Eines Tages kam die Frage auf, was macht Gerwin Purkowitzer mit seinem Hund Fin. Er hat niemanden, der auf seinen Hund aufpassen konnte, seine Wohnsituation hatte sich geändert. „Bring Fin doch einfach mit!“ sagte ich. Und so kam es auch. Ab diesem Zeitpunkt waren Niko und Fin dicke Freunde und bereicherten unser Apothekenteam.

Niko liegt am Holzboden

Am 16. Oktober 2020 ist unser geliebter Mag. dog. Niko, wie er liebevoll in der Kundenzeitung „Apothecum“ genannt wurde, über die Regenbogenbrücke gegangen. Friedlich entschlafen an seinem Lieblingsplatz. Mit großer Dankbarkeit und mit erfülltem Herzen denken wir sehr gerne an einen der größten Hunde zurück. Lieber

Niko du wirst uns immer in Erinnerung bleiben. Ruhe in Frieden und auf Wiedersehen!